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Applets Venus Konjunktionen 1631 1639 1761 1769 1874 1882 2004 2012 |
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Edmond
Halley war 1742 verstorben. Er hatte 1716 an die
Royal Society einen
dringender Aufruf gerichtet, die bevorstehenden
Venusdurchgänge zu
beobachten: Wir
empfehlen daher wieder und wieder den
wissbegierigen Sternforschern,
denen, wenn wir gestorben sind, diese
Beobachtungen anvertraut sind,
dass sie sich, eingedenk unseres Ratschlages,
mit aller Kraft der
Durchführung dieser Beobachtungen widmen.
Wir wünschen ihnen
und erbitten für sie alles Glück, vor
allem, dass ihnen das
ersehnte Schauspiel nicht durch die
unglückliche Verfinsterung
eines wolkigen Himmels vorenthalten bleibt, und
dass die
Himmelssphären mit ihrer ungeheuren
Größe, in genauere
Grenzen eingeengt, schließlich zu ihrer
Ehre und ihrem ewigen
Ruhm beitragen mögen. Der
Aufruf Halleys wurde 19 Jahre nach seinem Tod
befolgt: fast zweihundert
Astronomen an mehr als 120 Orten erwarteten das
Ereignis. Hier einige
der wichtigsten Unternehmungen und ihre
Teilnehmer: Frankreich Le
Gentil, Jean Baptiste Pondichérry
(Indien) England Mason, Charles
u. Dixon, Jeremiah Kap
der Guten Hoffnung Österreich Vardoe Schweden Wargentin,
Peer Stockholm Dänemark Horrebow,
Peter Kopenhagen Lulofs,
Johan Leiden Italien Bologna Portugal de
Almeida Porto Einige
Expeditionen führten in entlegene Regionen
und erforderten lange
und beschwerliche Reisen, wie die von Jean Chappe
d'Auteroche nach
Sibirien, andere wurden durch die Wirren des
englisch-französischen Kriegs behindert: Le
Gentil, der sein Ziel
nicht rechtzeitig erreichte, musste das Ereignis
vom schwankenden Boden
eines Schiffes erleben ohne die geplanten
astronomischen Messungen
durchführen zu können. Newcomb und
Engelmann schreiben
(Poluläre Astronomie, Leipzig 1881): Michail
Wassiljewitsch Lomonosow (1711&endash;1765),
der den Transit von
St. Petersburg aus beobachtete, sah beim Eintritt
und beim Austritt
einen schwach leuchtenden Ring um die schwarze
Scheibe der Venus, den
er als ihre Atmosphäre deutete.
We therefore recommend again
and again, to the curious
inverstigators of the stars, to whom, when our
lives are over, these
observations are entrusted, that they, mindful of
our advice, apply
themselves to the undertaking of these
observations vigorousely. And
for them, we desire and pray for all good luck,
especially that they
may not be deprived of this coveted spectacle by
the unfortunate
obscuration of cloudy heavens, and that the
immensities of the
celestial spheres, compelled to more precise
boundaries, may at last
yield to their glory and eternal fame.
zietiert nach Maunder,
Moore: Transit
Pingré, Alexandre Guy
Chappe d'Auteroche, Jean
Cassini de Thury, César François
de Lalande, Joseph Jérôme
Isle de Rodrigues (Ind. Ozean)
Tobolsk (Sibirien)
Wien
Luxemburg
Maskelyne, Nevil
Bliss, Nathaniel
Winthrop
St. Helena
Greenwich
St. John's, Neufundland
de Munck, Jan
Klinkenberg, Dirk
Mohr, Johan Maurits
Middelburg
The Hague
Batavia (Jakarta)
Zanotti, Eustachio

Diese Abbildungen der
Sichtbarkeitsgebiete werden mit
freundlicher Genehmigung von Antonius Schrode,
Frankfurt/M.
wiedergegeben. Auf seiner
Website finden Sie u.a.
einen Beitrag über die Grundlagen und
Geschichte der Merkur- und Venusdurchgänge
sowie ein umfangreiches
Angebot astronomischer Software für Windows
(teilweise auch zum
kostenlosen Herunterladen). Von einem wahren Fatum wurde
namentlich Le Gentil
heimgesucht. Für den Durchgang von 1761 war
er zu spät
eingetroffen, und er entschloss sich nun, acht
volle Jahre in
Pondichérry zu warten, um wenigstens den
Durchgang von 1769 zu
beobachten. Alles liess sich, am 3. Juni, erst
günstig an; aber
neidische Wolken verhüllten, kurz vor dem
Eintritte der Venus, die
Sonne und raubten ihm die sichere Frucht
achtjährigen Hoffens und
Harrens.
Globale
Zeiten
(geozentrisch, UT)
berechnet mit CalSKY
- Astronomical and Space Calendar (Arnulf Bermetter)
Eclipse
begins 01
h 55 m 12 s UT Maximum
eclipse (22.5 %) 05
h 19.2 m (ET-UT=14.3 s) Eclipse
ends 08
h 43 m 11 s Duration 6
h 47 59 s
Paris
berechnet mit CalSKY
- Astronomical and Space Calendar
Eclipse
at Sunrise 03
h 47.9 m Position
angle 345.6° Maximum
eclipse 05
h 22 m 25.3 s Position
angle 165.6° Umbra
eclipse ends 08
h 17 m 32.2 s Position
angle 215.8° Partial
eclipse ends 08
h 35 m 51 s Position
angle 218.6
Magnitude 3.1 %
(22.5 %)
(ET-UT=14.3 s)
Altitude 12.7°
Altitude 41.0°
Altitude
43.9°
Stockholm
(59.35° N, 18.08° E)
berechnet mit CalSKY
- Astronomical and Space Calendar (Arnulf Bermetter)
Partial
eclipse begins 02
h 06 m 39 s Position
angle 112.7° Umbra
eclipse begins 02
h 25 m 17.7 s Position
angle 115.5° Maximum
eclipse 05
h 21 m 31.6 s (ET-UT=14.3 s) Position
angle 165.6° Umbra
eclipse ends 08
h 16 m 06.2 s Position
angle 215.7° Partial
eclipse ends 08
h 34 m 24 s Position
angle 218.5
Altitude 1.7°
Altitude 3.5°
Magnitude 3.05 %
Duration:
total/annular phase=350.81 min
partial phase=6.46 h
Altitude 23.8°
Altitude 44,8°
Altitude
43.9°
Nach
der Methode von
Halley mussten die
genauen Zeiten von sowohl bei Eintritt als auch
bei Austritt gemessen werden, was an nur wenigen
Orten möglich
war. In Europa begann der Durchgang bereits in der
Nacht vom 5. auf den
6. Juni. Im
Rahmen der Planungen zeigte Delisle, dass der Weg
der Venus über
die Sonnenscheibe weit weniger nahe der Mitte
erfolgt als von Halley
vorausgesagt, was die Dauer des Transits um 1 h 20
min verkürzen
sollte. Auch betrug der Unterschied der
Transitdauern nur etwa 9
Minuten (statt des maximalen Wertes von 17 Minuten
für
Beobachtungen an den Erdpolen). Nach
dem Plan von Josef Nicolas Delisle (1688-1768)
genügt es, den
inneren Kontakt beim Eintritt oder beim Austritt
für weit
auseinanderliegende Orte zu beobachten (z.B
A=Tobolsk, B=Rodrigues) und
die Distanz zwischen den beiden Sehnen a und b zu
bestimmen. Das
Verhältnis der Abstände Venus-Sonne und
Venus-Erde
beträgt etwa 0.72:0.25=2.6. Der Abstand der
Beobachtungsstationen
A und B auf der Erde erscheint um diesen Faktor
vergrößert
auf der Sonnenscheibe. Hierfür ist jedoch im
günstigsten Fall
(AB=Erddurchmesser) ein Winkeldurchmesser von nur
0.7 Bogenminuten zu
erwarten. Dies ergibt als Abstand der Sehnen a und
b etwa 1/40 des
Sonnendurchmessers und weniger als die Ausdehnung
des Venusbildes auf
der Sonnenscheibe. Hierzu
ein Applet: Die
Ergebnisse waren insgesamt enttäuschend: die
ungenaue Kenntnis der
geographischen Länge und das Phänomen
des schwarzen
Tropfens bedingt durch ein Zusammenwirken
der Venusatmosphäre
und der Sonnenkorona), das den Fehler in den
Kontaktzeiten auf mehr als
30 Sekunden steigerte ( Die
Werte für die Sonnenparallaxe lagen zwischen
8.5'' und 10.5'',
entsprechend einem Sonnenabstand zwischen 155 und
125 Millionen
Kilometer (berechnet mit Erdradius 6371.14 km).
Rechnung und Tabelle hier. Edmond
Halley's
Famos Admonition of 1716
The Transit of Venus and
the Notorious Black Drops Observations by Zanotti
(digitized pages, Università
di Bologna) Guido Horn about the
"black drop effect"
(Università
di Bologna)
Letzte
Änderung: 29. 04. 2012

Halley:
Determining Absolute Scale of Solar System
Black drop
effect,
The “black
drop” phenomenon and astigmatism).
The
appearance of a dark band connecting
Venus and the Sun
during the beging and end of Transits.
It is caused by the presence of
an atmosphere on Venus.